American Staffordshire Terrier

Der American Staffordshire Terrier wird unter diesem Namen erst seit 1972 international anerkannt. Davor war die Namensgebung uneinheitlich und verwirrend: Mal sprach man von Pit Bull Terrier, mal von American Bull Terrier oder von Stafford Terrier. Mit dem heutigen korrekten Namen sollen Verwechslungen ausgeschlossen werden.

Die Urahnen des AmStaff sind englische Bulldoggen und Terrier, die britische Einwanderer mit in die USA brachten. Die wehrhaften Tiere wurden etwa zum Schutz vor Wölfen und Koyoten eingesetzt, doch auch für Hundekämpfe ausgebildet und gezüchtet. Bei dieser blutigen Sportart setzte man besonders auf Kreuzungen zwischen Bolldoggen und Terriern. Das Ergebnis waren bisskräftige und todesmutige Hunde, die sofort angriffen, sich in ihren Gegner verbissen und gegebenenfalls bis zum eigenen Tode kämpften. Mit dem Verbot von Hundekämpfen Mitte des 19. Jahrhunderts änderte sich auch die Zuchtausrichtung.

Der American Staffordshire Terrier gehört in den meisten Ländern Deutschlands, in Österreich und in der Schweiz zu den so genannten Listenhunden. Unter Experten ist ein übersteigertes aggressives Verhalten dieser Rasse jedoch umstritten.

Beschreibung

Der American Staffordshire Terrier ist ein mittelgroßer, eindrucksvoller, sehr kräftiger und zugleich eleganter Hund. Er hat kurzes, dichtes, glänzendes Haar, das glatt am Körper anliegt. Es betont seinen muskulösen, sportlichen Körperbau. Der American Staffordshire Terrier ist 43 bis 48 cm groß bei einem Gewicht von 20 bis 30 Kilogramm. Jede Farbe, einfarbig, mehrfarbig oder gefleckt ist zulässig.

Aus den Rassestandards: Die konsequent den gesunden Hund im Mittelpunkt haben. So betont der „1. American Staffordshire Terrier Club“: „Wir geben der Leistungsfähigkeit und Gesundheit absolute Priorität. Schönheit wird als erstrebenswert, aber zweitrangig betrachtet. Die richtige Auslegung des Standards, der frei von Verkrüppelungsvorschriften ist, gilt uns als Verpflichtung. Muskulöse, trockene Hunde mit entsprechend langen Laufknochen, ausdauernd und schnell, sind unser Zuchtziel. Überfütterte, niedrige, schwammige “Monstrositäten” mit extrem hohen Gewichten lehnen wir kategorisch ab. Als noch wichtiger betrachten wir die psychische Leistungsfähigkeit. Nervenfestigkeit und einwandfreies Wesen sind eine absolute Bedingung.“

Charakter und Wesen

Der American Staffordshire Terrier ist ein in sich ruhender Hund. Er ist sehr aufmerksam und intelligent. Er ist enorm kräftig, mutig und verfügt über eine hohe potenzielle Kampfkraft. Zugleich ist er seinen Menschen gegenüber äußerst liebenswert, treu und anhänglich, ja sogar ergeben. Fremden Menschen gegenüber ist er neutral. Er ist gutmütig und hat eine außerordentlich hohe Reizschwelle. Er lässt sich kaum provozieren.

Diese Hunde werden in der seriösen Zucht seit vielen Generationen ausschließlich als Familien- und Begleithunde betreut. Seriös gezüchtet sind sie hervorragende Familienhunde und fürsorgliche Partner der Kinder.

Haltung

Der American Staffordshire ist kein Hund, dem es reicht, ein paar Runden zum Gassi um den Block zu gehen. Er will geistig und körperlich ausgelastet werden. Schon beim Welpen muss klar sein, wer im Haus die Zügel in der Hand hat. Daran darf es nie einen Zweifel geben. Der Amstaff ist ein aufgeweckter, verspielter Vierbeiner, der gerne durch die Natur zieht. Er eignet sich für Hundesport aller Art. Zuweilen wird er auch als Rettungshund eingesetzt. Er ist ein guter Wächter.

Erziehung

Der American Staffordshire Terrier braucht eine konsequente Erziehung vomWelpen an. Konsequenz meint gerade bei diesem zwar körperlich sehr starken aber zugleich einfühlsamen und intelligenten Hund, dass Herrchen und Frauchen auf Basis einer tiefen Vertrauensbeziehung arbeiten müssen. Der Hund will die Führung durch seinen Halter. Er sucht die enge Anbindung. Diese muss man ihm durch eine ruhige, respektvolle, starke Hand geben. Zwangsmaßnahmen sind kontraproduktiv, bestimmte Konsequenz zielführend. Der Amstaff sollte frühzeitig auch mit anderen Hunden sozialisiert werden. Aufgrund seiner Kraft und Arbeitsfreude ist er kein Hund für Anfänger. Selbst hundeerfahrene Halter sollten mit ihm bewusst arbeiten und am besten eine geeignete Hundeschule besuchen. Gut erzogen hört er nicht nur aufs Wort, er liest Herrchen und Frauchen die Wünsche von den Augen ab.

Fellpflege

Der American Staffordshire Terrier ist absolut pflegeleicht. Hier und da bürsten reicht.

Rassetypische Krankheiten

Der American Staffordshire Terrier erfreut sich einer robusten Gesundheit. Hier und da kommt es zu Problemen mit der Hüfte (HD) oder den Knien (ED).

Lebenserwartung

Aufgrund seiner weniger an Äußerlichkeiten, vielmehr an Fitness und Wesen orientierten Zucht, erfreut sich der American Staffordshire Terrier einer bis ins hohe Alter fitten Konstitution und relativ langen Lebenserwartung von etwa 12 Jahren.

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